Was ist ein Clicker?
Der Clicker ist nichts anderes als ein Art Knackfrosch. Ein kleines
Kästchen aus Kunststoff, in dem sich eine Metallzunge befindet, die
clickt wenn man draufdrückt.
Ist Clickertraining mit allen Hunden
möglich? Ja, jeder Hund lässt
sich mit dem Clicker trainieren. Das Alter spielt eine untergeordnete
Rolle. Auch Hunde, die die mit Zwang ausgebildet wurden, (so genannte
Crossover-Hunde) sind, nach einer Umstellungsphase sicher und
zuverlässig mit dem Clicker zu trainieren. Vor allem für ängstliche oder
sehr sensible Hunde ist das Clickertraining hervorragend geeignet, denn
es fördert Aktion und Kreativität, anstatt sie zu unterdrücken. Für
"Problemhunde", bei denen bereits sämtliche Erziehungsversuche
gescheitert sind (und oftmals großen Schaden hinterlassen haben) ist
Clickertraining das Mittel der Wahl. Übrigens auch Katzen, Pferde,
Delphine, und alle anderen Tiere sind für die Signalverknüpfung mit
Clicker empfänglich. Natürlich auch wir Menschen, ein Geldspielautomat
funktioniert ähnlich wie Clickertraining.
Wann kann man mit dem Training beginnen?
Praktisch mit dem ersten Tag.
Clickertraining verlangt nichts vom Hund, es wird keine Leistung
gefordert. Der Hund erhält lediglich die Option: Wenn du etwas
bestimmtes tust, hast Du die Chance auf ein Leckerchen. Welpen
erkennen diesen Zusammenhang blitzschnell. Clicke und belohne einfach
alles, was Dein Hund "richtig" macht, z.B. wenn er draußen sein Geschäft
erledigt und nicht auf dem Teppich.
Ist das Clickertraining für alle Menschen
geeignet? Nein. Ungeduldige
oder besonders ehrgeizige Hundehalter werden Schiffbruch erleiden, wenn
es ihnen nicht gelingt, gelassener zu werden. Grundsätzlich ist aber
jeder in der Lage das Clicker-Training zu erlernen, wenn auch gleich
gesagt werden muss, dass es sich um eine komplexe Materie handelt, die
sorgfältig und gewissenhaft erlernt werden muss. Clicker-Training
funktioniert nicht von heute auf morgen, gründliches Nachdenken
möglichst vor dem Üben ist das A und O.
Aber auch Kinder sind dazu in der Lage,
man braucht dazu kein Abitur. Besonders eignet sich das Clicker-Training
für alle Menschen mit einer körperlichen Behinderung, denn diese sind
oftmals sowieso nicht in der Lage, manuelle Korrekturen durchzuführen,
dem Hund hinterher zu laufen oder ihn an der Leine zu zerren.
Um eines aber ganz klar zu sagen, man muss
nicht alles verstehen um mit dem Clickertraining beginnen zu können.
Viele Unklarheiten und Fragen verschwinden mit zunehmender Routine, mit
der Praxis kommt auch das Wissen. Wer das Clickertraining einmal
ausprobiert hat, bleibt in der Regel dabei. Aber es gibt auch einige,
denen einfach der Mut fehlt, das Clickertraining auszuprobieren, weil
sie glauben noch nicht alles verstanden zu haben. Das ist schade und
eigentlich nicht nötig.
Wie oft und wie
lange muss man üben?
Beschränke, vor allem zu Beginn die Übungseinheiten auf 3-4 mal täglich
höchstens 5-10 Minuten. Achte darauf die Anforderungen so klein wie
möglich zu halten, damit der Hund die Freude am Üben behält. Bemühe Dich
immer mit einer gelungenen Übung abzuschließen und gib dafür den Jackpot
(eine besonders tolle Belohnung, ein saftiges Steak, ein wildes Zerr-
und Reißspiel oder ein Sprint über die Wiese.)
Ist der Zeitpunkt
verpasst und der Hund wirkt unkonzentriert oder hat keine Lust mehr,
hast Du zu lange geübt. In diesem Fall gib ein Kommando, das der Hund
gut ausführt, um mit einem Jackpot abschließen zu können, und verringere
das nächste mal die Übungszeit.